Almunecar

Heute auch wieder Inversionslage. Herbert entscheidet, dass wir — wie Vorgestern — zu den Antennen nach Otivar fahren. Karl hat heute einen Tag Pause eingelegt, wie sich später zeigt, hätten wir das besser auch gemacht. Aber der Reihe nach: Oben am Startplatz wundert es uns, dass wir allein dort sind. Herbert sieht mit seinen Adleraugen mehrere Vögel in der Termik kreisen „Heute geht es wieder super“. Wind passt am Startplatz, Schirme ausgelegt, Herbert hilft mit kleinen Tricks beim Leinensortieren, Vario an, Gurte eingehängt und los. Klaus startet zuerst Roland kurz danach. Aber nix geht – nur Absaufen. Klaus kann sich noch ein paar Sekunden länger als Roland halten, aber nach 15 Minuten ist schon Schluss.

Der Landenplatz an den Antennen ist nicht so einfach. Vorgestern war eine Gruppe dort, von 10 Piloten hat sich nur einer dort zu fliegen getraut. Man kommt von dem letzten Bergrad in einer Schleife auf den Landeplatz zu. Der Landeplatz hat eine L-Form mit einer kleinen Baumreihe im L-Knick. Das Problem ist, das man aus der Luft denkt, das passt nicht, weil der ganze Landeplatz exponiert auf einem hohem Plateau liegt man natürlich nicht am Ende runterfallen will. Deshalb landen die meisten Piloten weit vorne, obwohl viel Platz ist. Roland hat die Landung noch ganz gut hinbekommen, bei Klaus wurde es recht eng, da er die letzte Kurve zu gross gemacht hat und fast ins Lee gedrückt wurde. Naja gelandet ist er brav auf dem Weg aber der Schirm ist über die Kante in die Sträucher – hat er nicht schnell genug reagiert – Folge: eine halbe Stunde in den Dornenbüschen den Schirm rausfischen. Nicht so toll. Herbert kam schon vom Berg wieder runter und hat uns erst einmal die Leviten gelesen, dass wir keine Termik aufgerissen haben und wie beschissen Klaus gelandet ist.

Also nach dem Wind geschaut und nochmal den Berg rauf. „Jetzt will ich aber was sehen, Jungs“ Ausgelegt eingehängt und los….los gingen die Probleme. Klaus zieht auf, bremst zu start, Schirm hebelt ihn aus, dann schiesst der Schirm vor uns bekommt einen Frontstallt, der sich sofort wieder öffnet und Klaus startet. Bei Roland läuft es auch nicht besser: beim Auslegen fliegt ihm der Schirm um die Ohren und der Start war dann auch nicht so toll. Wir haben einfach noch zu grosse Probleme bei Starkwindbedingungen. Die Schirmkontrolle muss noch verbessert werden. — Bei Herberts Funkie waren die Akkus leer und so konnte er uns keine Anweisungen geben. Klaus hatte dickes Steigen nach dem Start und ist dann bescheuert aus der Termik gefallen, dann ist er zielgerichtet in den nicht aktiven Bereich geflogen und abgesoffen. Bei Roland war es auch nicht viel besser nur geringes Steigen sonst nur saufen. Die Landung war dann bei uns okay. Und dann kam Herbert den Berg runter und hat uns ganz schön wegen der schlechten Starts und der schlechten Flüge zurechtgestaucht.

War nicht unser Tag heute. Die Basis sauste dann schon auf den Startplatz zu und verhüllte ihn in Wolken. Für die anderen Fluggebieten stand der Wind schlecht. Also zurück zu unserm Strand, einen Kaffee an der Bar getrunken und um 15:00 Uhr war für heute Schluss. Ist wohl auch besser so, morgen ist ein neuer Tag.

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