Almunecar

Heute war wieder ein guter Tag. Am Morgen will Klaus von unserer Wohnung zum Strand schauen, aber man kann den Strand gar nicht mehr sehen – alles voller Nebel. Wir haben 95% Luftfeuchtigkeit und der Nebel zieht vom Meer ganz langsam die Berge am Strand hoch. Herbert meint wir können trotzdem am Adlerhügel starten. Da haben wir keinen Bock drauf, weil wir uns nicht wieder diese schwierige Navigation hier an der Küste antun wollen. Also entscheiden wir gemeinsam nach Orgiva zu fahren.

Die richtige Entscheidung: dort angekommen ist Nichts von Nebel zu sehen, der Landeplatz ist frei und wir entschliessen uns hoch zu fahren. Am Startplatz, den wir vom Montag kennen, überlegen wir noch höher zu fahren. Wir finden den oberen Startplatz nach einigem Suchen auch auf 2000m über N.N. und 1700m über dem Landeplatz. Wow. Auslegen am steilen Weg und ab ins Gurtzeug und los. Klaus kommt gut weg, bei Roland klappt es beim ersten Start nicht aber dann kommt er auch gut raus.

Der Blick über das Tal ist atemberaubend. Ein sehr schöner ruhiger Flug. Klaus gelingt es einen Bart zu zentrieren, aber dadurch lässt er sich zu weit in das Tal abtreiben und muss gegen den Wind ganz schön kämpfen um mit ausreichender Höhe den Landeplatz zu erreichen. Roland kommt sehr hoch am Landeplatz an und kann sich dort noch mit Steigen eine Zeit lang gut halten bis auch er sicher landet. Klaus schaut auf sein GPS – 13km Flug liegen hinter uns.

Wir kaufen in der Kneipe am Landeplatz noch Wein für unsere Girls ein, und fahren glücklich wieder nach Almunecar. Roland muss mit Herbert noch vier neue Piloten aus Österreich am Flughafen in Malaga abholen. Heute Abend gehen wir mit denen feiern. Eine Woche ist rum und wir waren insgesamt 7 Stunden in der Luft. Das hätten wir mit unserer geplanten Reise in Mitteleuropa wohl nicht geschafft.

Die Fahrt zum Flughafen ist allerdings ein kleines Abenteuer für sich: erst hat der Flieger mit neuen Piloten etwas Verspätung, dann passiert ein kleiner Parkrempler am Flughafenparkplatz (Folge: ein kaputtes Rücklicht am Miettwingo – die herbeigerufene Polizei regelt glücklicherweise alles unbürokratisch und schnell), und auf der Rückfahrt hat der Twingo dann auch noch eine Reifenpanne auf der Autobahn: auf dem Standstreifen alles Gepäck raus, Reserverad raus, wechseln und weiter. Genug Pech für heute, aber Hauptsache: die Flüge heute waren super!

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