Karneval 2005 im Stubaital

Nach sieben Jahren Karneval in Köln haben Tanja und ich mal eine Auszeit genommen und sind vom 5.2. bis zum 12.2. ins Stubaital nach Österreich gefahren. Dummerweise haben die Holländer, Belgier und einige deutsche Bundesländer zu dieser Zeit Winterferien und so wurde die Fahrt zu einem Geduldsspiel. Nach neun Stunden waren wir endlich in unserer Ferienwohnung in Fulpmes im Stubaital. Die Wohnung war sehr schön eingerichtet und hatte vom Balkon einen Blick auf den Stubaigletscher. Mit einem Fernglas konnte man auch den Startplatz am Kreuzjoch erkennen. Das war ganz nett, denn so konnte ich Tanja vor dem Start von dort anfunken und sie konnte mich beim Sonnenbaden vom Balkon aus beobachten.

Fasching in Fulpmes


Fulpmes aus der Luft (links oben ist Innsbruck)

Am Samstag bin ich noch schnell zur Flugschule ParaFly um mir meine kostenlose Einweisungskarte abzuholen. Das ist eher eine Formsache, man bekommt nach dem Vorzeigen seiner Lizenz ein Zettelchen mit der Bestätigung, die dann doch keiner sehen will. Die „Einweisung“ beschränkt sich auch auf das Austeilen eines Flyers, denn man genauso schon im Internet finden kann. Als Frei-Flieger hatte man mal wieder das Gefühl das man nur lästiger Frager ist. Wenn ich angedeutet hätte ich bräuchte einen neuen Schirm, wäre man bestimmt eine Ecke freundlicher gewesen. Aber es geht auch anders; dazu später. Am Sonntag konnte ich noch kurz den Faschingsumzug in Fulpmes erst aus der Luft und dann zusammen mit Tanja am Boden bewundern. Ist mehr so ein Traditions- und Brauchtumsumzug und hat wenig mit unserem Karneval im Rheinland zu tun. Und das war auch gut so 🙂

Der neue Schirm (weit weg)

Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter, sechs von sieben Tagen fliegbares Wetter. Davon war der Samstag Anreisetag. Wir waren leider zu spät zum Fliegen dort und der Mittwoch Ruhetag mit einer Shopping-Tour nach Innsbruck. Also war ich an vier Tagen in der Luft. Ziel in diesem Urlaub war es meinen neuen Schirm kennen zu lernen. Ich hatte mich Ende letzten Jahres von meinen Gin Oasis getrennt und mir einen Skywalk Tequila zugelegt. In den ruhigen Winterbedingen war es natürlich ein Traum den Schirm zu testen. Der Startplatz am Kreuzjoch ist unterhalb des Restaurants an der Bergstation. Der Schnee dort ist sehr gut verdichtet worden, man konnte also perfekt auslegen und bei Null-Wind in dem recht steilen Hang sehr gut starten. Da ich in der letzten Zeit doch wenige VW-Starts bemacht hatte war ich doch vor dem ersten Start etwas nervös, wie es mit dem neuen Schirm so laufen würde. Aber keine Sorge, der Tequila startet ohne Probleme, ohne Vorschiessen oder sonstige Mucken. Bei der Landung habe ich mal getestet ob die Jet-Flaps wirklich was bringen. Ich hatte das Gefühl, dass ich den Schirm kurz vor der Landgung wirklich langsamer fliegen konnte, wenn ich weit mehr an der Bremse, als sonst gezogen habe. Übertrieben habe ich das dann aber auch nicht – keine Lust meinen Protektor zu testen.

Shopping in Innsbruck

In der Luft war es natürlich bitter-kalt (-2 bis -7 Grad). Mit mehreren Schichten auf dem Körper und Ski-Maske läst sich das aber aushalten. Nur an den Fingern wird es schnell kalt. Da helfen die teuren Winter-GS-Handschuhe Nichts, besser sind da wohl Ski- oder Snowboarder-Handschuhe. Nach dem ersten Tag bin ich dann zu Wings-of-Change in Fulpmes gegangen und habe nach besseren Handschuhen gefragt. Bedient wurde ich dabei vom „Acrominator“ Markus Gründhammer persönlich. Der gab mir auch sofort den Tipp mit den Schihandschuhen, obwohl er mir auch Handschuhe in seinem Angebot hätte verkaufen können. Ich habe dann mal unbedarft gefragt, ob er mir die Rettung packen könnte, und wie lange das dauern würde. Ohne viel Schnickschnack konnte ich die Rettung am Abend nach dem Fliegen abgeben und am nächsten Morgen frisch gepackt vor dem Fliegen wieder abholen. Was für ein Service! Das sollten sich einige Flugschule mal eine Scheibe abschneiden, und günstiger war es auch noch. Also wenn jemand mal ins Stubaital fährt ruhig mal in den Shop gehen, der Markus ist echt ein Netter. Meint auch meine Frau Tanja 🙂

„Brutalst“ kalt!

Landung auf dem offiziellen Landeplatz

„Danke für diesen Flug“

Fazit Ein tolles Winterfluggebiet, welches ich unbedingt auch mal im Sommer testen will. Steigwerte waren natürlich nicht so toll, aber ein bisserl halten konnte man sich manchmal schon. Im Sommer könnte es mit den vielen Flugschülern der Flugschule und dem Talwind dann dort etwas spannender werden. Eine hohe Dichte von GS-Promis ist dort zu besichtigen, an einem Tag waren die Nova-Leute mit Toni Bender und Walter Holzmüller dort um neue Schirme zu testen. Alles nette und ganz normale Leute. Fehlte nur noch Mike Küng, aber man kann ja nicht alles haben.

Bremse im Winter

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