E-Ink-Reader als Flugelektronik

Im DHV-Forum läuft seit Herbst ein Thread der sich mit dem Umbau eines E-Book-Readers als Fluginstrument befasst.

Warum macht man das?
Navisoftware auf iPhone oder Android z.B. Air Navigation Pro ist doch super?

Jeder der ein Smartphone, Tablet oder Laptop mal in der prallen Sonne ablesen wollte, kennt das Problem: Gerät anders halten bis die Sonne anders einfällt, oder gleich in den Schatten stellen. Das ist für ein Fluginstrument natürlich sehr ungünstig. Wir wollen schnell Informationen ablesen, ohne erst das Gerät ausrichten zu müssen.

Ebooks haben ein E-Ink Display, welches bei starker Sonneneinstrahlung perfekt ablesbar ist. Jetzt sind die E-Book-Reader eigentlich nur mit einer Buch-Lese-Software ausgestattet und haben auch kein GPS. Das kann man aber mit ein bisschen Bastelgeschickt, leichten Software-Kenntnissen und viel Mut überwinden.

In den oben genannten Thread sind alle notwendigen Links für das Projekt aufgeführt. Boxi von unserer Partnerseite extreme-nature.de und ich haben folgendes zusammengebaut

  • einen Reader von Kobo, den man schon für 45 Euro bei Ebay schiessen kann
  • einen GPS Chip, wir haben diesen hier, weil das Löten einfacher ist
  • und die passende Software XCSoar

Am Ende sieht das dann bei uns so aus

IMG_0225

Klaus links, Boxi rechts
IMG_0162Die XCSoar Software ist für Segelflieger geschrieben, man kann sie aber so konfigurieren, dass sie für Gleitschirm- und Motorschirmflieger passt. Die Karten sind etwas zu grob, aber das ändere ich auch gerade und werde demnächst hier berichten.

Zum Schluss noch ein Video mit einem Flugtest vom Gerät

Fazit: eine passende Selbstbau-Avionik, die mit den großen Profigeräten mithalten kann.

Nachtrag: mein Flieger-Buddy Boxi hat auf seinem Blog noch ausführlicher über den Bau geschrieben. Schaut es Euch mal an.

Nachtrag2: hier im Forum gibt es ein Bild wie die Anschlüsse verlaufen müssen

 

-Klaus

 

 

3 thoughts on “E-Ink-Reader als Flugelektronik
  1. Pingback: skyfool.de | Nachtrag zum Kobo

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